Kleinanzeigen oder Inserate sind eine gute Methode um ungeliebte oder einfach nicht mehr gebrauchte Gegenstände an den Mann zu bringen. Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: zum einen hat man wieder mehr Platz im Keller und zum anderen verdient man auch noch ein bisschen Geld. Oft ist nicht nur der Verkäufer sondern auch der Käufer glücklich, der ja schließlich unbedingt eine Wickelkommode oder einen Hundekäfig braucht und diese(n) nun, meist in sehr gutem Zustand, um ein Vielfaches billiger bekommt als im Geschäft.
Nicht zur zum Verkaufen, auch zum Kaufen eignen sich Kleinanzeigen. Wer zum Beispiel eine Wohnung sucht, kann durchaus zuerst in einer Lokalzeitung ein Gesuch aufgeben und sich so das Geld für einen Makler sparen. Der Inserierende hat dabei immer den Vorteil, dass er die Kontrolle über die Angebote behält und Besichtigungszeiten und andere Konditionen bestimmen kann- das ist oft die kleine Gebühr wert, die eine Kleinanzeige oder ein Inserat kostet.
Es gibt viele Möglichkeiten, Kleinanzeigen aufzugeben. Die meisten Lokalzeitungen oder sogenannte Gemeindeblättle haben einen Sonderteil, in dem regelmäßig verschiedenste Inserate versammelt sind. Von Job- über Immobilien bis hin zu Auto- oder Fahrradangeboten bzw -gesuchen findet man hier ein buntes Gemisch. Die meisten Regionalzeitungen bieten ungefähr ein oder zweimal in der Woche ein kostenloses oder gegen eine geringe Gebühr erhältliches Spezialblatt an, das nur aus nach Kategorien geordneten Inseraten und Kleinanzeigen besteht.
Der Vorteil ist hier die größere Auswahl und die übersichtliche Sortierung, man muss aber auch bedenken, dass man of weitere Strecken zurücklegen muss, um ein potentielles Fundstück zu besichtigen. Wiederum ist man hier im Vorteil, wenn man als Suchender nicht auf passende Anzeigen wartet, sondern selbst ein Gesuch aufgibt.
Neben den Kleinanzeigen und Inseraten in gedruckten Zeitungen und Journalen gibt es auch immer mehr Möglichkeiten, Kleinanzeigen im Internet aufzugeben und zu finden. Foren wie die Autotauschbörsen gibt es schon seit geraumer Zeit und viele Zeitungen haben, um dem Druck nachzukommen, eine eigene Homepage eingerichtet, auf der die Inserate auch online aufzugeben und zu besichtigen sind.
Bei Inseraten und Kleinanzeigen, die über das Internet verfügbar sind, sollte man sich aber noch mehr Gedanken über die Seriosität des Inserierenden machen. Bevor man sein Geld an einen wildfremden Menschen schickt und den angepriesenen Gegenstand nie zu Gesicht bekommt, sollte man sich kurz überlegen, ob man so etwas wirklich riskieren will. Hilfreich ist immer der persönliche Kontakt- wenn möglich sollte man sich den Wunschkauf vorher am besten zusammen mit einem Sachkundigen anschauen, bevor man zahlt.
Auch bei den Kontaktdaten lassen sich leicht verdächtige Dinge feststellen, zum Beispiel die Tatsache, dass nur eine Handynummer angegeben oder der Kontakt sogar nur über eine Chiffre möglich ist.
Viele Menschen geben zwar heute vor allem im Internet lieber keine persönlichen Daten preis, um die eigene Intimsphäre zu schützen, aber um eine gewisse Vertrauensbasis, die für einen Kaufvertrag unerlässlich ist, sollte man doch etwas von sich preisgeben. Im Falle einer Unsicherheit sollte man lieber auf das Fundstück verzichten als zu riskieren, dass man sein Geld einem Betrüger in die Arme wirft. Zu diesem Thema gibt es sogar eigens eingerichtete unabhängige Beratungs- und Prüfstellen, an die man sich bei Fragen wenden kann.
Wer eine Anzeige aufgeben will, fragt sich jetzt, ob er das lieber konventionell in einer Lokal- oder Regionalzeitung tun soll oder modern und fortschrittlich im Internet.
Oft hängt die richtige Wahl natürlich auch von dem zu verkaufenden bzw gewünschten Gegenstand ab und davon, was für eine Entfernung man zurücklegen würde um den Handel abschließen zu können. Im Internet sind breite Massen viel leichter zu erreichen als mit einer Lokalzeitung von einer geringen Auflage. Auf der anderen Seite kommen für die meisten Menschen US-Amerikaner oder andere Menschen auf der anderen Seite des Globus als potentielle Käufer nicht in Frage, der Vorteil ist also gleichzeitig auch ein Nachteil.
Ein weiterer Nachteil von Internetanzeigen gegenüber den Inseraten ist der oben genannte Sicherheitsfaktor. Im Internet ist die Hemmschwelle, eine falsche Anzeige aufzugeben, erheblich geringer als bei einer realen Zeitung. Das wissen (hoffentlich) auch die potentiellen Kunden und werden eine im Internet aufgegebene Anzeige immer misstrauischer betrachten.